Matthias Karlovits

Laborant. Widerstandskämpfer. Hingerichtet.

* 1898   † 1943

 

Herkunft, Beruf, SDAPÖ, FG

Matthias Karlovits wurde am 30.4.1898 in Ödenburg (Ungarn) geboren. Er arbeitete als Laborant in Eisenstadt. 1923 zog er von Ödenburg nach Siegendorf, wo er in einer Apotheke tätig wr. 1938 war er Hilfsarbeiter in der Siegendorfer Zuckerfabrik. 1925 trat er der SDAPÖ bei. Er war verheiratet und Vater einer Tochter.

Leiter der KPÖ-Ortsgruppe Siegendorf

Ab Mai 1941war Matthias Karlovits Leiter der KPÖ-Ortsgruppe in Siegendorf.

Verhaftung, Todesurteil, Hinrichtung

Am 17. 11. 1942 wurde Matthias Karlovits verhaftet und am 1. 6. 1943 gemeinsam mit K. Hiller (hingerichtet) zum Tode verurteilt. Am 2.11.1943 erfolgte im LG I in Wien seine Hinrichtung.

Aus dem Schreiben der NSDAP Kreisleitung Eisenstadt an die Gauleitung Niederdonau, vom 20. 7. 1943

„In Erledigung Ihres Auftrages teile ich Ihnen mit: Die Verurteilung des Matthias Karlovits zum Tode hat in der Bevölkerung von Siegendorf im Allgemeinen eine gute Resonanz ausgelöst. Viele Volks- und Parteigenossen sagen hiezu, es sei ihm recht geschehen, bzw. er hätte es verdient. Seine Frau und die nächste Verwandtschaft hat sich bemüht, unter der Bevölkerung Unterschriften für ein Gnadengesuch zu sammeln. (…) Der Verurteilte hatte für seine Frau und für sein 14-jähriges Kind (Mädchen) zu sorgen. Er ist vermögenslos. (…) Die Familie wurde seit der Inhaftnahme ihres Ernährers mit 32. – RM monatlich aus den Mitteln der WHW-Betreuung befürsorgt. Die Betreuung geht in diesem Ausmaß vorläufig weiter.“

Gedenkort

Im ehemaligen Hinrichtungsraum des Wiener Landesgerichts findet sich sein Name auf einer der Gedenktafeln.

Die Gedenkstätte auf der Gruppe 40, Zentralfriedhof

Weblinks und Quellen


Porträt teilen